Swatch Group erhöht Preise in Großbritannien um 5 Prozent

Das internationale Schweizer Uhrmacherkonglomerat Swatch Group hat bestätigt, dass die Preise für mindestens sechs seiner Marken in Großbritannien laut einem aktuellen Bericht von WatchPro um 5% steigen werden. Die Preisanpassung erfolgt ab dem 1. März 2017 und folgt dem jüngsten Wertverlust des Pfunds gegenüber dem Schweizer Franken von 15%. Dies ist der erste Preisanstieg seit der Brexit-Entscheidung im Juni letzten Jahres und stellt eine weitere unerwartete wirtschaftliche Entwicklung für eine Branche dar, die zunehmend anfällig zu sein scheint.

Laut dem Briefing, das WatchPro erhalten hat, bestätigte der Hauptsitz der Swatch Group, dass "Omega, Longines, Rado, Tissot, Hamilton und Certina ihre Preise ab dem 1. März um etwa 5% erhöhen werden." es geschafft, ein bisschen länger als seine Konkurrenten zu halten. Erst kürzlich erhöhten Unternehmen wie Rolex sowie die Marken LVMH und Richemont ihre Preise als Reaktion auf die jüngste wirtschaftliche Verschiebung.

Es ist wahr, dass eine auf ein bestimmtes Gebiet beschränkte Erhöhung um 5%, gemessen am Nennwert, möglicherweise nicht besonders besorgt erscheint. Swatch hat jedoch deutlich gemacht, dass diese Anpassungen notwendig werden, und ihre jüngsten Ankündigungen im vergangenen Herbst, die sich auf Preiserhöhungen für ETA-Bewegungen beziehen, dienen als eindeutiger Beweis dafür, dass diese Anpassungen möglicherweise häufiger vorkommen.

Swatch besteht darauf, dass der Schritt auf den Entscheidungen der einzelnen Marken beruhte. Bisher wurden keine zusätzlichen Marken erwähnt, die an der Erhöhung teilnehmen wollten, aber die Swatch-Zentrale betonte, dass zukünftige Preisanpassungsentscheidungen weit im Voraus mitgeteilt würden.

Ein Faktor, der nicht ignoriert werden kann, ist der Druck, den diese Preisänderungen auf britische Einzelhändler ausüben. Sie erschweren es zunehmend, im Wettbewerb mit amerikanischen, europäischen und asiatischen Einzelhändlern zu bestehen, während sie in der Branche insgesamt einen allgemein unsicheren Ton angeben. Angesichts eines so heiklen finanziellen Umfelds wie der Schweizer Uhrenindustrie ist es offensichtlich, dass massive Veränderungen wie der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sicher Konsequenzen für Marken, Einzelhändler und ganz sicher für Käufer mit sich bringen werden.

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Wie bereits erwähnt, gelten diese Preiserhöhungen vorerst nur für die sechs zuvor genannten Marken. In einer Zeit, in der das Wertversprechen in Bezug auf Preisgestaltung und Qualität für die meisten Käufer schnell an die Spitze der Prioritätenliste rückt, könnte eine Steigerung um 5% für eine große Anzahl von Enthusiasten nachteilig sein. Dies gilt insbesondere, wenn man bedenkt, dass einige der betroffenen Marken allgemein als beliebtere, budgetfreundliche Marken gelten. Wie bei den meisten größeren Anpassungen wird nur die Zeit zeigen, ob es auf lange Sicht negative Auswirkungen gibt, aber Preiserhöhungen in Zeiten wirtschaftlicher Fragilität in der Branche können nur dazu beitragen, die Lage ein wenig trüber zu machen. swatchgroup.com