Ulysse Nardin Hourstriker Phantom limitierte Uhr mit Devialet

Branchenübergreifende Kooperationen sind in der Regel ein Hit-or-Miss-Effekt, insbesondere wenn das Co-Branding des Produkts nur halbherzig ist. Interessanter ist es jedoch, wenn sich zwei Marken aus ganz unterschiedlichen Geschäftswelten zusammensetzen, um die Ästhetik ihrer regulären Produkte zu vereinen und gleichzeitig die technischen Merkmale zu nutzen, für die jedes Unternehmen bekannt ist. Dies kann zu einem neuen und neuartigen Vorschlag für beide Parteien führen. Die Ulysse Nardin Hourstriker Phantom Limited Edition Uhr, die in Zusammenarbeit mit Devialet hergestellt wurde, ist ein hervorragendes Beispiel für diese Art von Partnerschaft, die schmackhafte Früchte trägt.

An der Oberfläche scheinen eine Luxusrednerfirma und ein Luxusuhrmacher, abgesehen vom Wort Luxus, nicht allzu viel gemeinsam zu haben. Es gibt jedoch mehr als eine Sache, die diese beiden Marken miteinander verbindet. Erstens ist eine bizarre familiäre Verbindung zwischen den beiden: Emmanuel Nardin, einer der Gründer von Devialet, ist ein direkter Nachkomme der Familie Ulysse Nardin. An zweiter Stelle steht das Streben nach exzellentem Klang: Devialet durch seine marktführenden Lautsprechersysteme und Ulysse Nardin durch seine Beherrschung markanter Bewegungen.

Echte technische Substanz untermauert dieses Joint Venture. Sowohl Ulysse Nardin als auch Devialet haben ihre Forschungs- und Entwicklungsteams mit einem einfachen Ziel an diesem Projekt gearbeitet: Eine Uhr mit unvergleichlicher akustischer Leistung und Klangqualität zu schaffen.

Die Uhr hat ihren Namen - Phantom - von Devialets Flaggschiff, The Phantom. The Phantom ist eine neue Generation von hochauflösenden angeschlossenen Lautsprechern, die einen Schall von bis zu 108 dB SPL erzeugen können (was für Laien ziemlich laut ist). Indem Ulysse Nardin und Devialet ihre Erfahrungen in den jeweiligen Branchen teilen, ist es ihnen gelungen, die Ausgabe der Ulysse Nardin Hourstriker Phantom-Uhr in limitierter Auflage (Referenz 6103-132) um 85 dB auf 100 mm zu steigern (bemerkenswert für die Uhrenindustrie). Sie können diesen verfeinerten Klang entweder alle 30 Minuten (zur vollen und halben Stunde) oder auf Befehl hören, indem Sie einen der beiden Gehäuseschieber drücken. Mit dem zweiten Drücker können Sie das 30-Minuten-Glockenspiel ausschalten, falls Sie etwas Ruhe benötigen.

Für jede Marke, die ein Schlagwerk mit außergewöhnlicher Klangqualität herstellen möchte, ist es am schwierigsten, das Gehäuse tragbar und robust zu halten. Hier hat Ulysse Nardin den Durchmesser des polierten Titangehäuses auf 43 mm reduziert. Wie man es von einer markanten Uhr erwarten würde, ist der Wasserwiderstand nur 30 Meter, aber in Wahrheit ist dies eine Art von Uhr, die ich überhaupt nicht in der Nähe von Wasser haben möchte, wenn man bedenkt, dass der Gehäuseboden acht Perforationen für eine verbesserte Klangwiedergabe aufweist.

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Wie haben sie es gemacht? Was haben sie geändert, um einen so lauten und knackigen Klang zu erzielen? Das Automatikwerk UN-610 hat ein paar Tricks im Ärmel und verfügt über eine ausreichende Gangreserve von 42 Stunden. Am bemerkenswertesten ist eine Änderung, wie das „Timbre“ (das Stück, auf das ein interner Hammer schlägt, um einen Klang zu erzeugen) fixiert wird.

Wenn das Timbre angeschlagen wird, verursacht es Vibrationen in der umgebenden Luft, was zur Entstehung von Klang führt. Normalerweise treten diese Vibrationen innerhalb der sehr begrenzten Luftzufuhr in der Uhr auf. Der Ton wird effektiv in der Uhr gefangen. Was Ulysse Nardin und Devialet getan haben, ist, dass der Klang frei ist. Beim Kaliber UN-610 ist die Ferse des Timbres an einem System von Torsionsarmen befestigt, die auf die sie umgebenden Vibrationen reagieren und den Schall im Wesentlichen über einen Übertragungsarm aus dem Gehäuse drücken, der diese Vibrationen an eine dünne Membran weiterleitet, die auf dem Instrument sitzt Unterseite der Uhr. Die große Oberfläche der Membran wirkt als Verstärker und verdrängt eine viel größere Menge Luft, als man normalerweise in einem Uhrengehäuse spielen müsste. In Wahrheit ist die Theorie dieses Mechanismus mit der eines Lautsprechers und seines Kegels und seiner Membran vergleichbar.

Das ansprechende und (visuell) auffällige Zifferblattdesign ist von Chladnis Figuren inspiriert, bei denen es sich um Formen handelt, die durch die Materialisierung von Vibrationswellen entstanden sind (jeder, der einen alten Windows Media Player besaß, wird auf die Idee kommen). Dieses besondere Muster erinnert an das Schutznetz über den Hochtönern in Devialets Lautsprechern. Die ungewöhnliche Ausrichtung der arabischen Ziffern ist eine Anspielung auf die Art und Weise, wie ein Seekompass gedruckt werden könnte, und eine Verknüpfung zu Ulysse Nardins Seegeschichte. Die Ulysse Nardin Hourstriker Phantom-Uhr in limitierter Auflage wird mit einem schwarzen Alligatorarmband geliefert, das mit einer Dornschließe verschlossen ist. Der Verkaufspreis für dieses Modell, das auf 85 Stück limitiert ist, beträgt CHF 72'500 . Weitere Informationen unter ulysse-nardin.com .